Die Coronakrise hat unser Leben unerwartet auf den Kopf gestellt. Vorhaben und Pläne, die wir uns alle für 2020 vorgenommen haben, müssen in den meisten Fällen nun in eine andere Richtung gelenkt werden – wenn nicht sogar ganz aufgegeben werden. Darunter fallen auch existenzielle Ziele, wie ein Jobwechsel. Corona – einige Kandidaten stellen sich nun die Frage: „Und nun? Wie soll ich jetzt eine passende Stelle finden, wo doch die wirtschaftliche Situation geschwächt ist und viele Unternehmen um das Überleben kämpfen?“. Devire hat hierzu einen Leitfaden erstellt, wie Bewerber Recruitmentprozesse in der Krise meistern können. Wir beantworten auch die wichtigsten Fragen, die sich unsere Kandidaten angesichts der Coronapandemie stellen. Some Realtalk:

1. Stellen Unternehmen überhaupt noch ein und macht eine Bewerbung aktuell Sinn?

Auch wenn viele Unternehmen ihre Recruitingprozesse zunächst heruntergefahren haben, um sich erst einmal einen Überblick über die aktuelle Lage zu verschaffen, ist der so-genannte „Hiring Freeze“ nur vorübergehend. Gerade Bewerber, die keiner Beschäftigung nachgehen, sollten die freie Zeit dafür nutzen und sich noch intensiver bewerben. Einge Kandidaten verlieren die Motivation und verzichten auf die Einsendung der Unterlagen. Hier können Sie die Chance eindeutig nutzen mit deutlich weniger Konkurrenz das Rennen für sich zu gewinnen.

Sie befinden sich in einer festen Anstellung, spielen jedoch schon länger mit dem Gedanken den Arbeitgeber zu wechseln? Weiterhin spricht natürlich nichts dagegen. Sie sollten jedoch den potenziellen Arbeitgeber, die aktuelle als auch die Marktpositionierung nach der Krise sehr gut beleuchten und ihre Entscheidung nicht leichtfertig fällen.

2. Kann ich davon ausgehen, dass die Unternehmen keine neuen Stellenausschreibungen mehr veröffentlichen?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man berücksichtigen, dass Unternehmen ver-hältnismäßig große Geldsummen für die Online-Ausschreibungen ausgeben. Um in Kri-senzeiten die Kosten zu senken, verzichten Sie also darauf, teure Stellenanzeigenportale in Anspruch zu nehmen und lassen Anzeigen oft auslaufen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Stellen plötzlich nicht mehr vakant sind. Belegt wird diese Zahl tatsächlich durch eine Analyse des wollmilchsau.de Karriereblogs. So erscheinen auf der Stepstone Karriere-plattform rund 18% weniger Stellenanzeigen als noch zu Anfang des Jahres. In dieser Situation wendet man sich am besten an eine vertraute Personalvermittlung. Devire stehen entsprechende Mittel zur Verfügung um eine Großzahl von Anzeigen auszuschreiben. Etablierte Unternehmen vertrauen uns sehr gerne ihre Prozesse in Krisenzeiten an. Werfen Sie doch selbst mal einen Blick auf unsere aktuellen Stellenanzeigen.

3. Verlängert sich die Dauer der Recruitmentprozesse in Angesicht der Corona-Situation?

Tatsächlich ist eine Entschleunigung in der Prozessdauer zu spüren. Dies hängt allerdings oft mit der Größe des Unternehmens und der Art der Position zusammen. Kleinere Unter-nehmen, die es geschafft haben ihre Prozesse bereits zu digitalisieren, tun sich oft leichter und beschleunigen Prozesse sogar. Je geringer der Digitalisierungsgrad einer Organisation ist desto länger dauern nun alle Prozesse, die nicht mehr analog in Büroräumlichkeiten ausgeführt werden können. Das heißt also, dass tatsächlich ein wenig Geduld gefragt ist. Kandidaten können jedoch auch selbst die Initiative ergreifen und somit die Prozessdauer verkürzen.

  • Bereiten Sie sich bestmöglich auf ein Interview vor. Somit entsteht Ihrem Gegenüber weniger Analyseaufwand und im Bestfall sind keine ergänzenden Gespräche notwendig. Zudem wird man auf zusätzliche, zeitintensive Rückfragen verzichten.
  • Halten Sie alle wichtigen Unterlagen bereit. Die Anforderung der Unterlagen streckt Prozesse oft unnötig in die Länge.
  • Teilen Sie Ihre Kapazitäten sofort mit. Somit kann sich der neue Arbeitgeber sofort darauf einstellen und es entstehen keine Überraschungen, die den Prozess unnötig in die Länge ziehen.
  • Seien Sie flexibel was die Teilnahme an virtuellen Gesprächen angeht und nehmen Sie auch den Gebrauch von neuartigen Tools in Kauf, auch wenn Sie zuvor noch nicht damit gearbeitet haben und Angst vor technischen Schwierigkeiten herrscht. Meist sind diese schnell gelöst oder treten erst gar nicht auf.

4. Ich bin auf Grund der Coronakrise arbeitslos, sollte ich dies als Anlass für die Bewerbung mitteilen?

Das sollten Sie unbedingt tun. Eine Krise bietet oft Chancen. Diese sollten Sie auch hier erkennen. Falls Sie sich schon länger einen Branchenwechsel wünschen, könnte gerade jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür sein. Zusätzlich ist es wichtig authentisch aufzutreten. Eine Lücke im Lebenslauf zu vertuschen, die in Zusammenhang mit dem Virus steht, würde ohnehin schwer fallen. Dabei bringen viele Arbeitgeber natürlich Verständnis dafür mit, dass Personalabbau in Krisenzeiten nichts Verwunderliches ist.

5. Ich habe eine Einladung zu einem Videointerview erhalten. Wie sollte ich mich darauf am besten vorbereiten?

Videointerviews waren vor dem Covid-19-Ausbruch bereits fester Bestandteil einiger Bewerbungsprozesse. Aktuell sind sie das Non-plus-ultra Mittel, um eine vergleichsweise persönliche Interaktion mit dem Kandidaten zu erzeugen und die Person besser kennen zu lernen. Bei einigen Kandidaten führt diese Einladung jedoch zu Schweißausbrüchen. Setzen Sie also auf Vorbereitung:

  • Testen Sie die Technik mit einer Ihnen vertrauten Person. So können sie sich sicher sein, dass Ihre Ton- und Kameraeinstellungen einwandfrei funktionieren.
  • Suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen für das Interview und wählen Sie am Besten einen Ort mit guten Lichtverhältnissen und einem hellen Hintergrund.
  • Auch wenn Sie sich gerade zu Hause befinden und gerne in bequeme Alltags-kleidung schlüpfen, machen Sie sich bitte die Mühe, den Anzug aus dem Schrank zu ziehen oder eine Bluse anzuziehen. Das Erscheinungsbild wirkt trotz der Heim-atmosphäre professioneller und sie werden sich auch selbstsicherer als in einem Pyjama fühlen.

6. Der Vertrag ist unterzeichnet. Ich mache mir jedoch Sorgen um den Arbeitsstart.

Einige Kandidaten, die eine Neuanstellung in der Krisenzeit eingehen, bangen darum, ob ihre Stelle nicht noch vor Anstellungsbeginn redundant wird. Um keine bösen Über-raschungen zu erleben, sollten Sie sich definitiv immer wieder mit der Personalabteilung in Kontakt setzen. Erfragen Sie die aktuellen Maßnahmen für das Onboarding und wie Sie sich eventuell auf das Home Office vorbereiten sollten. Dies wird Ihnen Sicherheit geben und beim Aufbau der Beziehung zum neuen Arbeitgeber helfen. Informieren Sie sich auch über rechtliche Gegebenheiten, falls doch der Worst-Case eintritt und der Arbeitsvertrag zurück-gezogen wird. Falls Sie mit einer Personalberatung- oder vermittlung zusammen arbeiten, sollten Sie auch auf Ihren Berater vertrauen, der Sie mit aktuellen Informationen versorgt.

 

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